Wer in einem älteren Schweizer Gebäude renoviert, kommt um die Frage Asbest nicht herum. Ein professioneller Asbesttest gibt Klarheit – und ist in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben. Dieser Artikel erklärt, wie der Test abläuft, was er kostet und worauf Sie achten sollten.
Wann ist ein Asbesttest notwendig?
Gemäss SUVA-Richtlinie 1903 ist vor Umbau- und Abbrucharbeiten an Gebäuden vor 1990 eine Asbestabklärung Pflicht. Das bedeutet: Bevor Sie in einem älteren Gebäude bohren, schleifen, spachteln oder Bodenbeläge entfernen, muss abgeklärt sein, ob Asbest vorhanden ist.
Ablauf einer Asbestanalyse in der Schweiz
- Vorabklärung: Besichtigung oder Besprechung des Objekts. Wir identifizieren, welche Materialien verdächtig sind und wie viele Proben sinnvoll sind.
- Probennahme: Eine Fachkraft entnimmt unter Schutzausrüstung eine kleine Probe (ca. 1–2 cm²) aus dem verdächtigen Material. Die Probe wird luftdicht in einen Probenbehälter verpackt und beschriftet.
- Laboranalyse: Die Probe wird an ein akkreditiertes Labor geschickt. Analysemethode: Polarisationsmikroskopie (PLM) oder Rasterelektronenmikroskopie (REM/EDX).
- Ergebnis: Das Labor meldet das Ergebnis in 3–5 Werktagen. Das Analysezertifikat gibt an, ob Asbest vorhanden ist, welche Art (Chrysotil, Amphibol) und in welcher Konzentration.
- Befundbericht: Wir erstellen einen klaren Bericht mit Handlungsempfehlung: positiv oder negativ, und was als nächstes zu tun ist.
Kosten: Was kostet ein Asbesttest in der Schweiz?
Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen:
- Laborkosten: CHF 200–400 pro Probe, je nach Labor und Analyseumfang
- Probennahme: Vor-Ort-Kosten, abhängig von Anfahrt und Anzahl der Proben
Bei mehreren Proben aus demselben Objekt lassen sich die Anfahrtskosten teilen – was die Kosten pro Probe deutlich senkt. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 2–3 Proben rechnen Sie mit CHF 600–1'200 inklusive aller Kosten.
Akkreditierte Labors in der Schweiz
Asbestanalysen in der Schweiz müssen von Labors durchgeführt werden, die von der Schweizer Akkreditierungsstelle (SAS) anerkannt sind. Nur so sind die Ergebnisse von Behörden, SUVA und Versicherungen akzeptiert. Wir arbeiten mit anerkannten Schweizer Labors zusammen und können Ihnen die konkreten Partner auf Anfrage nennen.
Selbst Probe nehmen – ist das möglich?
Technisch können Privatpersonen selbst Proben nehmen und einsenden. Das ist allerdings nicht empfehlenswert: Bei unsachgemässer Probennahme können Asbestfasern freigesetzt werden. Zudem erkennen Behörden und Versicherungen nur Proben an, die von ausgebildetem Personal nach SIA 416/1 entnommen wurden.
Fazit
Ein Asbesttest in der Schweiz kostet CHF 200–400 pro Probe und gibt Ihnen Sicherheit für Ihre Renovierungsplanung. Lassen Sie die Probennahme durch eine Fachkraft durchführen – das schützt Sie, Ihre Handwerker und Ihre Haftung.
Wir sind in Basel und der gesamten Nordwestschweiz tätig. Jetzt unverbindlich anfragen.